Frühjahrskonzert 2004

Programm und Bilder vom

Frühjahrskonzert am 15. Mai 2004

Zugabe:
Blues For A Killed Cat
Amen

Presse

Kölner Stadtanzeiger vom 18.05.04
Kinoatmosphäre mit dem Blasorchester
Blasmusik der anspruchsvollen Art erlebte am Samstagabend ein begeistertes Publikum im gut besuchten Stadttheater.
von Petra Grebe
Euskirchen –

Der Musikverein Kreuzweingarten-Rheder gab mit seinem neuen Dirigenten Alfred Gemsa sein diesjähriges Frühlingskonzert unter dem Motto „Cocktail nach Noten“ und zeigte mit den Eingangsstücken „Salutations“ von Alfred Reed und „Israel Shalom“ von Kees Vlak, dass ein gutes Blasorchester mehr spielen kann als schlichte Marsch- und Polka-Melodien. Wobei „Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“ von Cuno Graf von Moltke, der „Arsenal“ von Jan van der Roost und die „Polka aus Mähren“ von Drahoslav Kouril hervorragend gespielt wurden und musikalisch äußerst anspruchsvoll waren.
Für Alfred Gemsa ist es das erste Konzert mit dem Musikverein, der in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiern kann. Obwohl der Dirigent erst seit kurzem dabei ist, wollte niemand auf das traditionelle Frühjahrskonzert verzichten. Alle Beteiligten hatten sich daher intensiv auf diesen Auftritt vorbereitet. Gemsa hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und gab einen hervorragenden Einstand. Die Musiker präsentierten im Laufe des Abends die verschiedensten Stilrichtungen für ein großes Blasorchester. Modernes hatte ebenso seinen Platz wie Filmmusik, Musicals und natürlich der Bigband-Sound.
Im ersten Teil standen Originalkompositionen für Blasorchester auf dem Programm, während im zweiten Teil des Abends verschiedene Arrangements gespielt wurden. Nach dem Reitermarsch zeigten die Musiker gleich ihre Qualitäten im modernen Bereich. Mit „Contrasts of Life“ von Markus Götz spielten die Bläser sich durch die Stationen des Lebens. Dirigent Alfred Gemsa gelang die Kunst zu beweisen, dass auch ein großes Blasorchester romantische Töne anschlagen und zart spielen kann, aber auch richtig loszulegen weiß. In die Weiten des Universums wurden die Besucher mit „Startrek through Generations“ entführt. Die Filmmusik von Goldsmith / Mc.Carthy wurde für Blasmusik umgesetzt. Hier schuf der Musikverein hochkarätige Kinoatmosphäre und zeigte, dass kein großes Sinfonieorchester nötig ist, um große Filmmusik zu spielen. Besonders wenn sie derart gut umgesetzt und interpretiert wird.
Zum Abschluss drehten die Musiker um Alfred Gemsa noch einmal so richtig auf. Die „Big Band Signatures“ standen auf dem Programm: Die Stücke alter Meister wie Glenn Miller und Duke Ellington verbreiteten das klassische Bigband-Feeling und überzeugten restlos. Der Spaß am Spiel war bei allen Musikern deutlich. Akzentuiert und dynamisch gestaltete Gemsa die einzelnen Werke und begeisterte das Publikum, das nicht auf eine Zugabe verzichten musste.

Kölnische Rundschau vom 19.05.04
„Cocktail nach Noten“ mundete sehr
Frühjahrskonzert des Musikverein Kreuzweingarten-Rheder im Stadttheater
von Markus Brackhagen
Euskirchen –

Was haben alkoholische Mixgetränke und klassische Musik gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel, aber bei genauerem Hinsehen entdeckt man dann doch die eine oder andere Parallele.
Wohl nicht unbedingt die Tatsache, dass sich bei anhaltendem Genuss rauschhafte Zustände beim Konsumenten einstellen können, hat die Organisatoren vom Musikverein Kreuzweingarten-Rheder dazu bewogen, ihrem diesjährigen Frühjahrskonzert im Stadttheater Euskirchen den Titel „Cocktail nach Noten“ zu verleihen. Schon eher war wohl die Vielfalt und der Abwechslungsreichtum, die beiden Gebieten zu eigen sind, ein Anstoßpunkt. Und da die Geschmäcker bekanntlich hier wie dort verschieden sind, präsentierten die Musiker für jeden etwas.
So war es auch kein Wunder, dass das breite Spektrum von traditioneller, konzertanter Blasmusik zu modernen Arrangements und von Musicals bis hin zum Bigband Sound ein ebenso weitgefächertes Publikum hellauf begeistern konnte. Gleich in doppelter Hinsicht also eine „gelungene Mischung“.